Pistons & Prezels Ebbelwoi Edition_ Designer Gathering

Am 2. August fand das Pistons & Prezels Design Gathering in Frankfurt statt, organisiert vom Konzepthaus-Team rund um Martin Groschwald.

Treffpunkt war gegen Mittag das Autokino Gravenbruch. Der Parkplatz bot genug Platz für eine ganze Schar von Autos. Das Spektrum reichte vom Renault Alpine, Mazda MX5 bis zum Mini oder Porsche 944. Neuwagen, Youngtimer oder Oldtimer. Alles egal, jeder darf mit. Eine feine Sache also und eine gute Gelegenheit, sich mit Designerkollegen über die automobile Lage der Nation zu unterhalten.

Ausfahrt 8

Ausfahrt mit 8 Freunden…hhhu

Verschiedener hätten sie garnicht sein können. Vom Fury Kitcar bis zum Lamborghini Gallardo war alles dabei. Ein geiler Renault 5 und ein paar Porsches auch. Ein grosser Spass also war die kleine Sause durch Rheinhessen. Schöner Sonnenuntergang inklusive.

Pfalz DRIVE

Die Pfalz scheint sich in diesem Jahr zu unserer Lieblings Region zu entwickeln. Zum vierten Mal nun schon sind wir hier, diesmal zusammen mir einer bunten Truppe von Auto Designern und ihren Gefährten.

So geschehen am letzten Wochenende. Nicolas (das_dengel) hat die Sause organisiert und 17 Teilnehmer kamen zum Saumagen-DRIVE zusammen. Auf sechs Etappen und ca 250 Kilometern mit einigen Stopps, genügend Zeit, die Motoren abkühlen zu lassen und ein wenig zu quatschen. 

Um 10 Uhr war Treffpunkt in Kaiserslautern, eine knappe Stunde Fahrt von Mainz.  Patrick im Jaguar trafen wir schon auf der Autobahn, die anderen auf dem Parkplatz des erst demnächst fertig gestellten Lidl Marktes am Stadtrand. 

Von da aus ging’s los auf Etappe 1. „Warming Up“ über engste, etwas holprige Strassen- Aufsetzer der Tiefergelegten inklusive- durch den Wald Richtung Harter Kopf bis zum Johanniskreuz, einem beliebten Biker-Treff. Der Pächter überließ uns seine Wiese vor dem Gasthof zum parkieren. Als Dank tranken wir einen Kaffee für 4 Euro. 

Dann zurück nach Elmstein, Iggelbach zu einem Parkplatz im Wald. Aufpassen muss man schon auf den Gegenverkehr, die Radfahrer und auch mal einen Wanderer, der den Weg kreuzt. 

Weiter hinein in den Naturpark Pfälzer Wald. Wo sich einst Räuber, Schmuggler und fahrendes Gesindel herumgetrieben haben, kratzen wir mit Smart, Audi, Porsche oder Lotus die Kurven auf der letzten Rille. Wohlverdienter Mittagsstopp ist in der Klettererhüttebei Annweiler. Hier wird Deftiges geboten, wir gönnen uns „Schiefer Sack“, ein typische Gericht: Bratwurst, Leberknödel und Sauerkaut. 

Mit vollem Magen rollen wir den Berg wieder runter, zurück nach Annweiler, Dernbach, Ramberg. Nach Edenkoben über die Deutsche Weinstraße nach Maikammer und hoch zum Parkplatz Bergstation Kalmit, wo wir vor ein paar Wochen bei der Porscheausfahrt schon mal Halt gemacht haben. Hier warten auch Davide und Marco auf uns. Sie sind mit Motorrad und weltumrundungstauglichem Jeep unterwegs und kochen uns erstmal lecker Espresso auf der Feldküche. Danke dafür!

Weiter durch den Wald, weiter über endlose Kurven. Es macht einfach riesig Spaß in der Gruppe zu fahren. Mal hinter dem Lamborghini, mal vor dem Aston Martin. Über die Totenkopfstraße nach Lamprecht, links ab Neidenfels, Weidenthal wieder in die Nähe von Elmstein, wo uns die Bewohner inzwischen schon gut kennen dürften. Bei einem letzten Stopp im Wald verschnaufen wir noch mal und verabschieden uns. Der größte Teil der Gruppe fährt nach Bad Dürkheim und bleibt über Nacht, um am nächsten Tag noch ne Runde zu drehen. Wir fahren zurück nach Mainz, füllen 67 Liter Super Plus nach und bauen weiter am Studio H49, welches ja bald eröffnet werden soll. 

Fotos: Susana de Val & Markus Haub

Gruppenfoto: Moritz , danke!

Pfalzfahrt

11 Porsche 911 trafen sich am letzten Sonntag , um eine große Runde durch die Pfalz zu drehen. Die Route hatte Nicolas ausbaldowert und die war wirklich vom Feinsten. Fahren ohne Ende!


Los ging’s auf einem Parkplatz bei Kirchheimbolanden.

Nach ein paar spontanen Stopps zum Sammeln ging die Strecke vorbei am Johanniskreuz, Elmsteiner Tal bis zum Zielpunkt Kalmit, der mit 672 m höchster Berg des Pfälzer Waldes. Ein kurzer Fußmarsch zum Beinevertreten bis zum Aussichtsplatz, um den Blick bis hinunter nach Maikammer zu genießen. Wunderbar. Am Abend standen knapp 300 Kilometer auf dem Tacho. Schön war’s!

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

Ausflug am Herrentag

Der Vatertag- oder auch Herrentag genannt, findet traditionsgemäß an Christi Himmelfahrt statt und wird gerne zur Saufpartie genutzt. Wir sehen das aber nicht so eng, bei uns dürfen die Damen auch mit- und statt saufen fahren wir heute lieber eine Runde! 

Die Mitglieder des Mainzer Designer-Stamtisches – der coronabedingt schon länger ausfallen muss- schwangen sich also in ihre offenen Karossen und genossen den Abend bei einer traumhaften „Oben-ohne-Tour“ durch Rheinhessen. 

Die beiden Benz sind aus Vaters Besitz vor Kurzem zu den Söhnen übergegangen und werden so am Vatertag in besonderen Ehren gehalten. Eine runde Sache also.

Unterwegs auf der Deutschen Vulkanstraße

Ein Blick in die Generalkarte der näheren Umgebung zeigt eine Vielzahl von Touristischen Straßen. Und was es da alles gibt! Die Fachwerkstraße, Limesstraße, Grüne Straße, Deutsche Wildstraße, Ferienstraße, Moselweinstraße oder die Deutsche Vulkanstraße. Und genau diese war Ziel unseres Sonntagsausflugs. Zumindest diente sie als Inspiration. 

Die eigentliche Route ist ca 280 Kilometer lang und führt durch den nationalen Geopark Laacher See und den Natur- und UNESCO Global Geopark Vulkaneifel. Auf der Strecke gibt es Maare, Schlackenkegel oder Lavaströme zu sehen und man kann tief in die Erdgeschichte eintauchen. Der letzte Ausbruch ist erst knapp 11000 Jahre her. 

Auf der Autobahn geht es Richtung Koblenz. Von da ist es nicht mehr weit bis zum Laacher See und dem Kloster Maria Laach. Viel ist hier nicht los und die hochmittelalterliche Abteikirche ist sogar geöffnet. 

Ein paar Kilometer weiter erreichen wir das Ettringer Lay, einem einzigartigen Denkmal der neuzeitlichen Steinindustrie. Vom intensiven Abbau zeugen heute noch zahlreiche Grubenkräne, Kransockel, Gleise und Gebäudereste. Vom Boden der Grube aus steigt eine 40 Meter hohe Wand aus Basaltlava in die Höhe und dient auch heute bei wunderschönem Wetter einigen Kletterern als Areal.

Wir folgen der Straße nach St. Johann, wo wir durch Zufall eine Wunderschöne Burg entdecken. Es ist Schloss Bürresheim, erbaut im 12.Jahrhundert und sie gehört neben der Burg Elz und Burg Lissingen zu den wenigen Anlagen in der Eifel, die nie erobert oder verwüstet wurden. Besuchen könne wir sie heute nicht- sie ist natürlich wegen der Corona Epedemie geschlossen- aber wir nehmen uns fest vor eines Tages wiederzukommen.

Der Weg ist das Ziel. Und das nächste heißt Nürburgring. Dahin führt die wunderschöne Straße L10. Kurz vor der Kreuzung mit der Bundesstrasse 412 machen wir einen Stopp, um die Aussicht zu genießen. Wir stehen mitten im Dr.-Heinrich-Menke Park, einem 23 Ha großem Naturschutzgebiet, geprägt von montaner Wachholderheidelandschaft.  

Ein Stück weiter schon erreichen wir den gespenstisch verwaisten Nürburgring. Ich kenne die Gegend eigentlich nur zur Zeit des AVD-Oldtimer Grand Prix (link) und da ist die Hölle los. Tausende Fans, übervolle Parkplätze und schon von weitem dröhnende Motoren prägen das Bild. Heute also nix davon. Nur Ruhe und schöne Landschaft. Wir drehen eine Runde rund um die Burg, runter nach Breidscheid, Quiddelbach und wieder zurück.

Über Kehlberg fahren wir schließlich weiter nach Kelberg und Daun. Hier liegen drei Maare dicht beieinander. Gemündener Maar, sowie das Weinfelder und das Schalkenmehrer Maar. Wir steigen kurz aus, um uns die Füße zu vertreten und uns das ganze mal aus der Nähe anzuschauen.

Es ist später Nachmittag und wir machen noch einen letzten Stopp am Rollfeld des Flugplatzes Daun-Senheld, von wo aus normalerweise Rundflüge über die Vulkanlandschaft angeboten werden. Heute ist es still, es weht ein laues Lüftchen und das Licht ist wunderschön. Voll mit den Eindrücken des Tages machen wir uns auf die Rückfahrt über die Hundsrückhöhenstraße und die erst im letzten November eingeweihte Hochmoselbrücke – die mit 158m zweithöchste Brücke Deutschlands – und stellen den Ferrari nach rund 400 Kilometern wieder in der Garage ab. Die nächste Ausfahrt kommt bestimmt…

Foto: Susana de Val & Markus Haub

Unterwegs auf der Deutschen Weinstraße

In diesen Tagen ist leider nichts normal- die schlechten Nachrichten häufen sich, Verhaltensweisen ändern sich, Routine wird unterbrochen, Abläufe werden geändert, Selbstverständliches wird unmöglich und Banales bekommt einen anderen Wert. Kleine Dinge bekommen plötzlich große Bedeutung.

 

Und so fahren wir in diesen Tagen manchmal am Abend eine Runde, um einen Spaziergang in den Feldern oder Weinbergen zu machen. Ich entdecke meine Heimat völlig neu oder kommen an Orte, in denen ich seit meiner Kindheit nicht mehr gewesen bin. 

Alles normal? Nein! „Stay away from the people!“ Ja! 

Am letzten Sonntag Nachmittag waren wir unterwegs, um die Deutsche Weinstraße entlang zu fahren. Als ich klein war, war diese oft ein Ausflugsziel und auch bei der Weinrallye erkundetem wir das eine oder andere Mal die Gegend rund um Maikammer. 

Sie ist eine der ältesten touristischen Straßen in Deutschland und wurde zur Zeit des Nationalsozialismus 1935 erschaffen und verläuft auf ca 85 Kilometern durch die Pfalz bis an die französische Grenze.

Wir starten am Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim. Es stammt aus den 90ern und soll stilistisch an ein römisches Kastell erinnern. Hier ist heute nichts los, das Restaurant hat geschlossen, nur auf der Terrasse wird ein wenig gewerkelt. Wir steigen kurz aus, erfreuen uns an den am Rande des kleinen Sees blühenden Tulpen, machen noch ein Fotos vor dem Tor und fahren dann weiter. 

Nächster Stopp ist Bad Dürkheim, genauer gesagt das große Fass. Es ist mit einem Durchmesser von 13,5 Metern das größte der Welt und beherbergt ein Restaurant. Heute leider auch zu, klar! Also geht’s wieder los, der Weg ist das Ziel. 

Wenig später fahren wir hinauf zum Hambacher Schloss. Es ist einer der wichtigsten Erinnerungsorte der frühen Demokratiegeschichte in Deutschland. Denn hier protestierte einst die pfälzische Bevölkerung gegen die Repressionsmaßnahmen der bayerischen Verwaltung. Die Demo wurde als „Hambacher Fest“ getarnt und bis heute gefeiert. So eine Art „Fridays for future“ also.  

Die Spät-Römer siedelten hier wohl schon im 4. Jahrhundert, rund 1000 Jahre später erlebte der Ort als Kästenburg eine Blütezeit. Sie wurde nach mehrmaligen Umbauten zum Hotspot für den mittelalterlichen Adel, in der Folgezeit jedoch geplündert und beschädigt. Ja, so war das bei den Rittersleuten. Raue Zeiten. Nach dem Wiener Kongress fiel die Ruine an das Königreich Bayern, wurde dann verkauft, um sie dann dem Kronprinz zu schenken, der sie wieder aufbauen sollte. Hat er aber nicht, denn er war klamm. Und so gingen weitere 100 Jahre ins Land, bis sich endlich was tat und der Landkreis Neustadt, bzw Bad Dürkheim in den 50er Jahren mit der Renovierung begann und sie 1982 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Hambacher Festes abschloss. Bis heute wurde des Weiteren die Ringmauer fortgeführt und ein modernes Gastronomiegebäude angebaut. All das hat heute leider auch zu. Wir müssen also ein andermal wiederkommen. 

Die Straßenführung der B38 wird im Verlauf der Strecke in Richtung Süden immer schöner. Weiß und rosa blühenden Mandelbäume zieren den Weg und bezeugen den beginnenden Frühling so früh wie sonst nur auf Mallorca. 

Am späten Nachmittag kommen wir in Schweigen an. Hier steht das Deutsche Weintor. In den 30er Jahren ging es den Winzern in der Region schlecht. 1934 kam es zu einer extrem reichen Ernte, gleichzeitig herrschte aber ein Berufsverbots für jüdische Weinhändler, was zum Preisverfall führte und viele Betriebe in Bedrängnis brachte. Die Nazis kamen nun auf die Idee, ein Tor zu bauen, um den Tourismus und den Verkauf anzukurbeln und die Region bekannter zu machen. Zur Einweihung der Weinstrasse 1935 wurde zunächst nur eine Holzattrappe des Tores aufgestellt. Im Folgejahr dann- nach einem Architekturwettbewerb-  das eigentliche Tor aus Stein in nur 8 Wochen errichtet und mit einer riesigen Hakenkreuzfahne geschmückt, die -als Provokation gedacht- bis von Frankreich aus zu sehen war. Sie ist schon lange verschwunden und auch die anderen Insignien rund um den Reichsadler sind nach dem Krieg verschwunden. 

Heute ist das Tor nur für Fußgänger und Radfahrer durchgängig und eigentlich darf man nicht mal davor parken. Da aber auch hier nichts los ist, genehmigen wir uns eine kurze Auszeit an diesem sonst von Touristen bevölkertem Ort. Gerne würden wir auch einen Kaffee trinken, aber das geht leider nicht. Dieses Vergnügen wird uns erst an einer Tankstelle im Nachbarort zu Teil. 

Der Rückweg verläuft auf einer ähnlichen Route, wir versuchen die Strecke aber spontan etwas zu variieren und fahren also der Nase nach. Bei wunderschönstem Sonnenuntergang kommen wir auf einen Abschnitt zwischen Mörzheim und Ilbesheim. In einer Kurve halten wir kurz und genießen den Moment! 

Foto: Susana de Val & Markus Haub

Sonntagsausflug im GT4

Mal eine Runde fahren mit dem Oldie. Ja, das darf man noch. Und wir halten uns natürlich von den Leuten fern. Das haben wir bei einer kleinen Ausfahrt durch den Rheingau versucht und abschließend noch ein paar Fotos in der verwaisten Mombacher Wagonfabrik gemacht.

Von Mainz ging es über den Rhein, dann durch die in nachmittägliches Licht gehüllten Weinberge bis nach Schloss Johannisberg. Nach einer kleinen Wanderung zum Schloss Vollrads und in weitem Bogen zurück ging die Tour über Presberg nach Lorch und am Rhein entlang. Vor dem Hotel Krone in Assmannshausen. Es ist in diesen Tagen, wie alles, geschlossen und so können wir ungestört direkt davor parken. Seit 1541 empfängt man hier Gäste. Damals wurde das Haus als Gasthof eröffnet. Über 250 Jahre später wurde es in Hotel Krone umbenannt, zunehmend aus- und umgebaut. 1928 war es eines der ersten Häuser mit eigenem Schwimmbad und beherbergte zahlreiche Präsidenten und Könige. 

Unsere Tour geht weiter über die L3034 zum Niederwalddenkmal, auf deren Spitze die 12 Meter hohe Germania steht. Sie erinnert an die Einigung Deutschlands 1871 und das Deutsche Kaiserreich. Wir genießen den wunderbaren Blick über die Rheinebene, die Weinberge und auch den menschenleeren Pavillon. 

Fotos: Susana de Val & Markus Haub

Retro Classics Stuttgart 2020

20 Jahre Retro Classics. Die Messe ist erwachsen geworden und feierte das Jubiläum mit allerlei Tam-Tam. Ich stürzte mich letzten Donnerstag ins von der Corona Angst leicht dezimierte Getümmel und ging durch die 9 Messehallen auf der Suche nach rarem Blech. 

Gleich am Eingang im Atrium stolperte man über die unglaubliche Sonderausstellung mit Gulf Rennfahrzeugen der ROFGO Gulf Heritage Collection. Besitzer und Rennsportfan Roald F. Goethe hatte 23 der insgesamt 43 Fahrzeuge ausstellen lassen und man wird diese so wohl nicht so schnell wieder zu Gesicht bekommen. Hingucker waren natürlich der Ford GT40 und der Porsche 917K, aber auch der Porsche 908/3 und der Mirage M1, der allererste Wagen, der die Gulf Lackierung trug.

Ein anderes Highlight waren die 17 in Halle 10 ausgestellten Voisins. Nur ca 240 Exemplare der Vorkriegs-Marke haben die Zeit überlebt. 

In Halle 1 boten die Premium Händler ihre Ware feil. Auch Porsche hatte hier seinen Stand. Zu sehen gibt es Vehikel unter dem Schwerpunkt innovative Visionen. Die Zeitreise führt vom Lohner-Porsche „Semper Vivus“, der als das erste funktionsfähige Vollhybrid-Fahrzeug der Welt gilt, über ein Cayenne Entwicklungsfahrzeug mit Hybridantrieb und den 918 Spyder Rekordwagen bis hin zum neuen Elektrosportwagen Taycan Turbo S. Darüber hinaus stellte der Sportwagenhersteller zwei der wichtigsten Fahrzeuge der Markengeschichte aus: Den ersten jemals gebauten Porsche, den 356 „Nr. 1“ Roadster, sowie den ältesten 911 in Museumsbesitz, gebaut noch als Typ 901 mit der Produktionsnummer 57 und bekannt geworden als Scheunenfund aus der Sendung „Trödeltrupp“.

An die 4000 Autos galt es zu bestaunen, Oldtimer, Youngtimer und Neo Klassiker. Eines meiner persönlichen Lieblinge war der winzigkleine, einem Fiat Dino Spider mit Hardtop nicht unähnliche,  perfekt restaurierte Fiat Moretti 850 Sportiva Coupe. 

Retro Classics

Mit dem 964er unterwegs in Berlin

Am Ende des letzten Jahres waren wir ein paar Tage in Berlin unterwegs. Hauptstadt schnuppern und ein paar Orte besuchen, an die ich schon immer mal zum Fotografieren wollte. Flughafen Tempelhof, Stasimuseum oder der Teufelsberg z.B.

Aber auch die Innenstadt biete jede Menge an Locations mit interessanten Motiven. Besonders gut sieht der 911er vor der East-Side Gallery aus oder auf dem RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) Gelände aus, auf welchen alternative Kulturprojekte stattfinden und sich Clubs, Bars und Galerien angesiedelt haben. 

Auch am Cafe Moskau machen wir am letzten Tag kurz Halt, bevor wir weiter nach Dessau zum Bauhaus fahren. Aber hier wollen wir demnächst noch mal hin, wenn es wieder etwas wärmer geworden ist…

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

Stasimuseum__Berlin

Das Stasimuseum befindet sich im Haus 1 auf dem ehemaligen Gelände der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit im Bezirk Lichtenberg. 

Nach dem Mauerfall wurde das Gebäude im Januar 1990 von Demonstranten in Besitz genommen, nur eine Woche später wurde beschlossen, hier eine „Gedenk- und Forschungsstelle“ einzurichten, welche dann auch tatsächlich ab November mit einer Ausstellung eröffnet wurde. Seitdem ist Haus 1 für die Öffentlichkeit zugänglich. 

Wir waren bei der englischen Führung um 15h dabei, die über fast 2 Stunden spannende Einblicke in die Überwachungstechnik und Methoden des DDR-Geheimdienstes bietet. Anhand von Einzelschicksalen werden die Auswirkungen auf die Menschen erzählt.

Das Herzstück des Museums bilden die historischen Diensträume Erich Mielkes, dem letzten Minister für Staatssicherheit der DDR, die noch originalgetreu erhalten geblieben sind. 

Stasimuseum

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

Teufelsberg Berlin

Der 120m hohe Trümmerberg im Westen Berlins ist ein geheimnisvoller Ort, errichtet aus 100 Millionen Kubikmeter Schutt der vom Krieg zerstörten Gebäude. Die Amerikaner bauten dann hier zur Zeit des Kalten Krieges eine riesige Abhörstation mit fünf Antennenkuppeln, verließen sie aber 1992. Danach wurde die Anlage noch zur Überwachung des zivilen Luftraums genutzt, verfiel nach 1999 jedoch, da sich ein Bauprojekt mit Hotelanlage, Spionagemuseum und schicken Wohnungen nicht realisieren ließ. Erst 2010 gelang es, auf der vom Vandalismus gezeichnete Anlage so was wie einen geregelten Besucherbetrieb zu ermöglichen und eine Graffiti-Galerie- die größte Europas zu initiieren. 

Lohnt sich ein Besuch? Ich hatte in einigen Foren versucht das zu recherchieren. Von Diner geführten Tour wurde meist dringend abgeraten und auch sonst war der Zustand als total vermüllt und keineswegs interessant beschreiben worden. 

 Wir sind also trotzdem hingefahren und wurden nicht enttäuscht. 

Nach einigen Kilometern durch den Wald geht es ein Stück bergauf und man kommt an die umzäunte Anlage. Parken kann man bequem direkt unterhalb des Eingangs neben einigen bunt bemalten Schrottautos. Über eine Treppe gelangt man direkt auf das Areal. Es ist Ende Dezember und nur einige wenige Besucher schlendern herum.  Trotz aller Zerstörung ist es nicht gammelig. Die Kunst ist allgegenwärtig und grandios. Die beste Galerie von Berlin! Unzählige, riesen grosse Murals scheinen erst vor Kurzem hier entstanden zu sein. Keine Ecke blieb unbemalt. Wir stoßen auf das “Institut für alles Mögliche” oder die “Praxis für Wahrnehmungschirurgie”. Im Garten finden wir Baumhäuser, von überraschender architektonischer Qualität.  Manche Gebäudeteile sind nicht begehbar, auch auf den großen Turm kann man derzeit nicht hinauf. Andere sind jedoch geöffnet und zeigen eine Art riesigen Ausstellungs- -wohnraum im Alt-Berliner Kneipenstil . Es war wohl frührer die Kantine.  Bilder hängen an den Wänden, Sofalandschaften schaffen Gemütlichkeit, einige Bierflachen stehen noch herum und zeugen von der letzten Party. Es sieht bewohnt aus. Das alles ist durchaus inspirierend, auf jeden Fall einen Besuch wert und wäre es Sommer, wären wir gerne noch länger geblieben , um den Blick vom höchsten Berg Berlins ausgiebig bei einem lauen Lüftchen zu genießen. Aber heute wird es um vier Uhr schon dunkel und so setzten wir unseren Berlin Besuch andernorts fort.  

Teufelsberg

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

Flughafen Berlin Tempelhof

Ziemlich verlassen zeigt sich das Gelände rund um die Gebäude des Zentralflughafens Tempelhof. Wir haben uns zur Führung um 13:30h angemeldet, sind etwas zu früh und wollen noch ein paar Fotos direkt vor dem Hauptgebäude machen. Zu unser Verwunderung ist der Parkplatz völlig leer, wir ziehen einfach ein Parkticket und stellen und hin. Wahrscheinlich gibt es rundherum genügend kostenfreie Möglichkeiten. Uns war der Spaß und die Fotos aber einen Euro/Stunde wert. 

Die Geschichte…

Als hier auf dem Gelände Orville Wright 1909 Demonstrationsflüge vor hunderttausenden von Zuschauern absolvierten und den ersten Passagierflug der Welt durchführten, konnte man die Populärität des Tempelhofer Flughafen schon erahnen. Die ersten planmäßigen Flüge starteten 1923 und ab 1926 nutzte die neu geschaffene Lufthansa ihn als Heimat.

So wie wir die Gebäude aber heute kennen wurden sie zwischen 1936 und 1939 von den Nazis erbaut und zu ca 90% fertig gestellt. Die Tribünen auf dem Dach der Anlage für 80000 Zuschauer, die den propagandistischen Flugshows beiwohnen sollten, sowie die Treppentürme blieben wegen des Krieges unvollendet. Mit seinen 1,2 Kilometer Länge und 9000 Räumen war es einst das größte Gebäude der Welt und wird heute nur vom Pentagon und dem Parlamentspalast in Bukarest übertroffen.

Nach dem Krieg übernahmen die Amerikaner den Flughafen. Während der Berliner Blockade von 1948-49 diente er als Hauptdrehkreuz für die Luftbrücke (link), welche die Versorgung der Bevölkerung mit Lebendmitteln und Kohle gewährleistete. Insgesamt führten die Amerikaner zusammen mit den Engländern knapp 280000 Flüge und somit die größte humanitäre Hilfsaktion der Geschichte durch. 

Ab 1951 wurde Tempelhof wieder für die zivile Luftfahrt freigegeben und schloss erst nach dem Neubau von Tegel 1975 die Tore. 1981 nahm man den Betrieb erneut auf, und nach der Wende wurden bereits 400000 Passagiere gezählt, ab 2008 war dann aber endgültig Schluss. Die Landebahnen waren einfach zu kurz und es war unmöglich ihn rentabel zu betreiben. 

Währen der zweistündigen Führung bekommen wir  zahlreiche Einblicke in die verschiedenen Etagen und Abschnitte und auch in die Bunkeräume in einem der drei Untergeschosse, die für 40-60 Personen ausgelegt waren und deren Wände zur Unterscheidung und Orientierung mit Kinderzeichnungen im Stil von Wilhelm Busch bemalt wurden. 

Auch sehen wir den nie fertig gestellte Ballsaal über der Abfertigungshalle, der von den Amis zu einer Basketballhalle umfunktioniert wurde. Interessant sind ebenfalls die Informationen über die Entnazifizierung des Gebäudes nach dem Krieg. Sichtbare Zeichen des Regimes wurden abmontiert, aber auch die monströsen Proportionen einiger Räume wurde zu kaschieren versucht. 

Damals betrat man das Hauptgebäude durch eine der 21 Türen in der mit Muschelkalk dekorierten Schaufassade und gelangte zunächst in die Eherenhalle. Diese war 90 Meter breit, 9 Meter tief und unglaubliche 15 Meter hoch. Durch den Einzug einer Zwischendecke aus Beton wurde die Höhe drastisch reduziert, um sie unscheinbarer wirken zu lassen. Der oberhalb gelegene rund 10 Meter hohe Raum ist jedoch im Rahmen der Führung begehbar und erzählt anschaulich mit seiner stark beschädigten, schwarz gewordenen Stuckdecke vom Monumentalismus jener Zeit. Ebenso wurde in der gigantischen Haupthalle die Decke von ursprünglichen 19 Metern um 4 Meter abgesenkt.  

Der Flughafen steht seit 1995 unter Denkmalschutz und wird als Eventfläche, Filmkulisse, Flüchtlingsunterkunft oder Bürogebäude genutzt. Derzeit werden weitere Bereiche saniert und demnächst zur Büronutzung freigegeben.

Flughafen Tempelhof

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

Autostadt Wolfsburg_Zeithaus

Mein letzter Besuch in der Autostadt ist schon über 10 Jahre her. Damals noch mit dem Karmann Ghia. Also konnte man eine erneute Visite mal wieder in Betracht ziehen. Genau genommen waren wir auf der Suche nach einem Zwischenziel auf dem Weg nach Berlin. Und das passte ganz gut. Zumal auch in der Weihnachtszeit das Freigelände zur Winterwelt wird und mit Eislaufbahn, Wintermarkt und unzähligen Lichtern geschmückt ist. Gesagt getan also. Auf zum Glühweintrinker nach Klein -Sibirien…


Wir kommen am frühen Nachmittag an, checken im Hotel ein und haben den ganzen Nachmittag, um das 28 Hektar große Gelände zu erkunden, welches in weihnachtlichem Schmuck glänzt. Hier und da steht ein Käfer mit Ski oder Geschenken dekoriert herum, im Hintergrund rauchen und dampfen die vier riesigen Schornsteine des Kraftwerks, die als Adventskerzen beleuchtet sind. Auf der Eisfläche geht es turbulent zu, genau wie an den Buden. Lange Schlangen zeugen von der Popularität des Markenareals. Für die kleinen Besucher wird auf der Eisfläche zweimal am Abend eine Tabaluga-Eislaufshow gezeigt. So kann Papi in Ruhe Autos schauen gehen. 


Das Zeithaus schliesst schon um 18 Uhr und so entscheiden wir, es am nächsten Morgen zu besuchen und statt dessen uns vor dem Abendessen noch ein wenig im Pool aufzuwärmen. Auch hier ist der Blick auf die Fabrik unvermeidbar und schlicht spektakulär! Man scheint an einen unwirklichen Ort in einer anderen Welt verschlagen worden zu sein. 

Neben den permanenten Exponaten gibt es derzeit noch eine Sonderschau im Erdgeschoss zum Thema “Brasilianische Exoten“. Anlass ist der 60. Jahrestag der Werksgründung in Anchiete, dem ältesten Standort ausserhalb Deutschlands. Klar, dass hier ein SP2 steht, aber auch ein cooler Gurgel X-12, ein Kombi oder der Brasilia.

Zeithaus

Autostadt

Fotos: Markus Haub & Susana de Val

IKIGAI Nights __SIGHT Magazine 001

„Wofür es sich zu leben lohnt!“. So könnte man es wohl am besten übersetzten. “Findet oder hat ein Mensch sein ‘ikigai’, bewirkt es für ihn ein Gefühl der Lebensfreude und damit der inneren Zufriedenheit.” …kann man bei Wikipedia nachlesen. In der Praxis war es eine sehr cooler vorweihnachtlicher Porsche –Abend mit Freunden und einigen Highlights. 

Tom Gaedtke von Onassis hat mit seinen Kumpels ein Fotostudio in Düsseldorf gemietet und den Teilnehmern der Veranstaltung ein paar schöne Stunden mit japanischem Einschlag beschert. Präsentiert wurde ein Porsche 962C  im Rennlook von Takefuji, welcher mit den Fahrern Jean Alesi, Will Hoy und Dominic Dobson 1989 bei den 24 Stunden von Le Mans antrat. 

Nach einigem Warten wurde dann das zweite Türchen zu einem weiteren Studioraum geöffnet. Es verschuf uns Einlass zum Sushi Catering, aber vor allem auch zur Präsentation der ersten Ausgabe des neuen Print Magazins SIGHT.  Auf 132 Seiten huldigt es der Automobil-Fotografie, erzählt Geschichten aus der Porsche Community in der ganzen Welt. Sogar unser legendärer erster Sunset Drive ist mit einer Fotostory von Frederic Schlosser enthalten. Ein starkes Heft also! Die nächste Ausgabe erscheint im Sommer 2020. Wir sind schon gespannt…

www.sight-mag.com

Ceramic Curves Project

Ceramic Curves ist das neueste Projekt des Künstler- und Fotografen-Duos Susana de Val und Markus Haub. Sie bringen Linien und GPS Koordinaten auf Keramikteller und zeichnen so einige der Alpenpässe nach, die sie auf ihren letzten Reisen in die Schweiz und nach Italien befahren haben. Stelvio, Furka oder Grimsel. Alle haben einen charakteristischen Kurvenverlauf und sind so leicht zu identifizieren. Eine simple Linie schlängelt sich über die raue Oberfläche des handgemachten Tellers. Ein kleiner Punkt markiert die höchste Stelle des Passes. Der Rand ist ein wenig wellig und nicht perfekt. Ihn säumt ein kurzer Text, der die Gedanken zum Abschweifen bringt, genau wie man manchmal auf einer solchen Reise in Gedanken versunken seine Strecke zurücklegt, einfach nur fährt und die Landschaft genießt oder die nächste Kurve als Ziel hat.

“Die Alpenpässe sind Orte, an denen man Schönheit genießen kann, sich mit dem spirituellen Teil des Menschen verbinden, dem Leben Ehre erweisen kann, welches man in jeder Kurve spürt. Das Wesen des Berges ist da, auch wenn sich die Oberfläche mit den Jahreszeiten ändert.” Markus und Susana wollten in ihrem Projekt dieses Wesen durch Schlichtheit bewahren.

16 einmalige Teller

Die Serie besteht aus insgesant 16 Tellern. Sechs Straßenmotiven, die in zwei Farben erhältlich sind. Weiß wegen des  Schnees und schwarz für die wunderschönen Sternennächte. Positiv und negativ. Ergänzt wird sie von vier weißen Tellern, die Zeichnungen des umgebauten Porsche von Markus Haub mit der Fahrgestellnummer 9110101621 zeigen. Dieser diente als Gefährt auf den meisten der Reisen.

Jeder Teller hat einen Durchmesser von 21cm und ist auf der Rückseite signiert und kostet 95 Euro.

Die Kunstwerke entstanden in Zusammenarbeit mit Ima Garmendia, die die Teller in ihrem Atelier in Barcelona herstellte. Zunächst werden die von Hand in einer Form modelliert, dann gebrannt. Mit einer Transferfolie wird das Motiv aufgebracht und muss erneut für zwei Tage bei 820 Grad in den Ofen. So entstehen in einem langwierigen  Prozess einmalige Objekte. Im schlimmsten Fall kommt zu Rissen beim Brennen, dann muss alles wiederholt werden. 

Mehr Info und Kontakt: Markus Haub Artist

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Stelvio: 

Das Stilfser Joch ist mit 2757m der höchste asphaltierte Gebirgspass Italiens und gleichzeitig der zweithöchste der Alpen. Die 50 Kilometer lange Strecke wird von 87 Kehren gesäumt, die dem Auto alles abverlangen. Wir sind die Strecke schon zweimal gefahren. Im Herbst 2017 und im Juni diesen Jahres. 

Furka und Grimsel:

Diese beiden Pässe liegen direkt nebeneinander und gehören zu den schönsten der Schweiz. Auf dem Furka wurden 1964 einige Szenen des James Bond Klassikers Goldfinger gedreht. Hier liegt auch das legendäre Hotel Belvedere, von welchem aus man Zugang zum Rhonegletscher hat. 

Gran San Bernardo:

 Er ist 2469m hoch und verbindet das schweizer Rhonetal mit dem Aostatal in Italien. Wo einst schon die Römer die Alpen überquerten, entstand um 1050 das Hospitz, welches dem Pass auch den Namen gab. Hier wurde auch die Hunderasse Bernhardiner als Rettungshunde für Lawinen-Opfer gezüchtet. Diese kann man heute im Sommer immer noch besuchen oder eine Wandertour mit ihnen buchen. Zur Suche nach Verschütteten werden sie heutzutage nicht mehr eingesetzt. 

Gotthard: 

Der Gotthard ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen, um die Alpen zu überqueren. Die engen Serpentinen der kopfsteingepflasterten Tremola Strasse an der Südflanke sind spektakulär. Auf vier Kilometern überwindet man mit 24 Kehren 300 Höhenmeter. Wir haben die Strasse 2017 bei unserer ersten Ausfahrt mit dem 911 befahren und einige legendäre Videosequenzen gedreht. In völliger Einsamkeit und bei aufsteigenden Nebelschwaden wand sich unser Auto über die Strasse hinauf zum Hospitz, wo wir am Abend angekommen waren. 

Bernina:

Der Pass ist 33 Kilometer lang, führt von der Schweiz nach Italien und wird ganzjährig offen gehalten. Auf der Westseite wird er geflankt von der Bahntrasse, die bis auf 2253m führt und somit die höchste der Alpentransversale ist. 

Racing Legends @ M POP-UP Gallery

Einige Exemplare der Racing Legends Serie sind derzeit in meiner POP-UP Gallery in Barcelona zu sehen. Noch bis zum 16. November fülle ich die Räume in der kleinen Seitenstrasse nahe des Santa Caterina Marktes mit Leben und meinen Bildern. Ein bunter Mix grosser und kleiner Formaten, aus aktuellen und älteren Arbeiten, Stadtansichten von Barcelona, New York, Tokio und Paris oder Siebdruck-Experimente. 

Dazu gibt es jede Menge Veranstaltungen. Nach der Opening Party gab es ein Rumba Konzert. Nächste Woche ist wieder voll mit Veranstaltungen. Poesie, Konzerte und ein Tarantino-Abend in Anlehnung an die legendäre Party 2016 in meinen Atelierräumen. Hierzu werde ich extra einige Werke mitbringen.

M POP-UP Gallery ____Carrer de les semoleres, 10____08003 Barcelona

Mehr Info zu den Racing Legends gibt es hier.

Mehr Infos zu den Aktivitäten in der M Studio Space & Gallery hier.

Endless Summer…

Was für ein Sommer! Viele Ausfahrten habe ich gemacht, alleine oder mit Freunden, durch die Region oder in die Alpen. 


Schon im Mai stand die erste große Tour an, die Zylinderwallfahrt von München aus nach Italien. Dann im Juli die Sick Alps Ride Thru– Pässetour ins Engardin und schließlich noch im September eine feine Saisonabschlussfahrt in die Dolomiten und über den Großglockner. Dazu noch das CREWSN POP UP in Frankfurt, das PRE800 CREWSN, das Onassis800 und das Porsche Leben & Friends Treffen. Alles mit dem Porsche 9110101621, der dieses Jahr mal wieder schön Kilometer auf den Zähler bekommen hat. Insgesamt an die 20000 hat er jetzt schon. Jetzt läuft er auch endlich richtig. Die Testfahrten sind hoffentlich vorbei.

Aber ich war mit ihm auch oft nur mal für eine Fahrt um den Block unterwegs. OK, der Block war ziemlich gross und ein, zwei Stünchen Gassigehen musste schon sein. 🙂

911 SWB

Aber auch der SWB 911 kam das ein oder andere Mal aus der Garage. Keine große Ausfahrt zwar, aber immerhin für die Rheinhessenrallye und auch einige kleine Ausfahrten kam er raus. Und das war eigentlich das Schöne diesen Sommer. Es ist die Zeit, wenn die Tage lang sind, die Felder abgemäht werden und sich die Landschaft jeden Tag ändert. Die vielen abendlichen Überlandfahrten, auf welchen ich einige  wunderschöne Routen entdeckt habe und sie immer wieder gefahren bin. So entstand auch die Idee des Sunset Drives. Mit ein paar Gleichgesinnten nach Feierabend durchs Hinterland düsen und die schönste Zeit des Tages geniessen. Insgesamt gab es drei Fahrten in drei Wochen, bei denen stetig mehr Teilnehmer zusammenkamen. 

Legendär war natürlich der erste Trip. Es war der heißeste Tag des Jahres, nein sogar der heißeste jemals gemessene Tag in Deutschland. In Mainz hatten wir 40 Grad und man schwitzte schon beim Nichtstun. Also ins Auto, Fenster auf und ab die Post! Einmalig schön, unwiederholbar. Frederic Schlosser kam auch mit und hat die Fahrt mit seiner Kamera eingefangen.

Sunset Drive #1, Sunset Drive #2, Sunset Drive #3

Mini 850 Van

Mit dem Mini ist es ja so eine Sache. Er läuft zwar prima, der schnellste ist er aber nicht. Letzendlich kommt man aber auch ans Ziel. Das war in diesem Jahr neben der ein oder anderen Rheinhessischen Landstrasse das Mombacher Industriegebier und der neue Zollhafengelände. Hier liegt die Errichtung des neuen Stadtquartiers in den letzten Zügen und es gibt die eine oder andere spannende Ecke zum fotografieren.

Ferrari 308 GT4

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Der Ferrari kam auch etwas zu kurz dieses Jahr. Dennoch. Für ein paar Fahrten hat es gereicht. Ein Highlight war Ende Mai das Photoshooting mit meinem Bruder und der Pagode im Frankfurter Osten. Auch die Fahrten nach einem geeigneten Sonnenuntergangspunkt für den Sunset Drive #2. Da bin ich ganz schön rumgefahren. Alles sollte ja perfekt sein. Dass es nicht einfach ist, die Strecke so zu bemessen, dass man genau pünktlich zum Sonnenuntergang an einem festen Zielpunkt ist, habe ich ja gemerkt. Man fährt immer mit Verspätung los, mal geht einer verloren und man muss warten und was sonst noch alles passieren kann. Am Ende war es trotzdem geil und hat allen Spass gemacht.

Die V8 Fahrt zusammen mit mit Lars und Alessia im September war dann der Abschluss. Es wurde schon früher dunkel und auch recht frisch. Der Sommer war vorbei und es bleibt nur das Warten auf das nächste Jahr…

V8 Ausfahrt___GT4, R107 und ein Fury

Mitte September zum spontanen Sunset Drive mit Freunden? Klar! Das Problem ist, dass die Sonne schon um halb acht untergeht, man muss also früher los. Kurz auf knapp sollte es klappen…. 

Ein 420er Benz, ein Fury und ich im Dino 308 GT4. Eigentlich waren es also drei 8-Zylinder Wagen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Ins Ziel kamen leider nur zwei, der Fury fiel unterwegs aus. Ein Zündungsproblem machte ihm zu schaffen und so stand die verfrühte Rückreise auf dem Zettel. 

Die beiden anderen schafften es zum geplante Etappenziel in Ruppertsecken -wo schon der legendäre erste Susnset Drive #1 im August hinführte- und wurden mit unbeschreiblichem Blick in die Landschaft und einem Bier belohnt. Wir blieben, bis es dunkel wurde und auch recht frisch und erfreuten uns an den sich im Licht der untergehenden Sonne verändernden Spiegelungen im Blech unserer beiden Klassiker.

Alessia war auch wieder dabei und machte fleissig Fotos und postete Stories auf Instagram. So konnte die Welt teilhaben an unserer schönen Tour. Es war wohl die letzte in diesem Jahr…

Fotos: Alessia Ombrella, Lars Bergmann und Markus Haub

Porsche Leben & Friends Treffen

Porsche Leben & Friends war das Motto des zweitägigen Porschetreffens im Roka Werk im Merenburg bei  Limburg. Das Wetter spielte mit und so war ganz schön was los! Und das war gut, denn schließlich wurde Geld gesammelt für die Kinder-Schlaganfallhilfe, sowie die Bärenherz Stiftung, die sich um schwerstkranke Kinder kümmert. 

Ich komme erst am Sonntag Mittag, aber wie ich höre, war der Samstag auch schon gut besucht Es gab auch eine Ausfahrt durch den Westerwald, anschließend wurde gechilled und gegrillt. 

Der Tag ging früh los, jeder konnte am Teilemarkt mitmachen und seinen Kram aus dem Kofferraum verkloppen, es gab Auto Kunst und für Essen war auch gesorgt. Alle ankommenden Teilnehmer wurden bei der Einfahrt komplett mit Auto gewogen und sollten ihr Gewicht schätzen, ebenso die Lautstärke des Auspuffs. Am Nachmittag wurden die Gewinner ermittelt und mit Preisen überschüttet.

Aus den Eintrittsgeldern, den Spenden und dem Verkauf einer Porsche Sitzgruppe kamen am Schluss 6000 Euro zusammen, ein fantstisches Ergebnis! Danke an die „Porsche Leben“ Macher, wir kommen nächstes Jahr wieder.

@porsche.leben

Photoshooting mit Alessia Ombrella

Auf der Rückfahrt vom Porsche Leben & Friends Treffen haben Alessia und ich einen Abstecher nach Rheinhessen gemacht und pünktlich zum Sonnenuntergang ein feines Plätzchen auf einem Feldweg in den Weinbergen gefunden. Rundumblick inklusive. Schön wars!

Fotos: www.alessiaombrella.com

Rheinhessenrallye 2019

Die Rheinhessenrallye ist immer ein Highlight. Die 19. Ausgabe startete am letzten Samstag in Worms-Wiesoppenheim. Und weil gerade Dorffest war, gab es auch jede Menge Zuschauer am Start, was die knapp 60 Teilnehmerteams sehr freute.

Bekannt kniffelig sind die Aufgaben, die aus Strich-Skizzen, Fischgräten oder Zeitprüfungen bestehen. Dazu Sonderprüfungen Geschicklichkeitsaufgaben oder Schätzfragen (Welchen Böschungswinkel hat ihr Fahrzeug vorne?). Also, für Spass war gesorgt, das Wetter war Bombe, die Strecke wieder mal traumhaft und so stand einem kurzweiligen Tag nichts im Wege. Nach dem Zieleinlauf mit gemütlichem Beisammensein bei Sekt und Brezel fuhr der ganze Rallyetross wie immer im Konvoi zum Dienstleistungszentrum ländlicher Raum, wo die Abendveranstaltung mit Essen und Siegerehrung stattfand. Am Ende gab es einen 17. Platz für uns. Es gab schon schlechtere Ergebnisse… J  

Alpenfahrt 3.0__Dolomiten & Grossglockner

Letzte Woche war es wieder soweit. Schon zum dritten Mal zog es mich dieses Jahr in die Alpen. In die Dolomiten und dann noch über den Grossgockner. Das war der Plan.

Tag 1: Von Mainz in die Dolomiten

Um den Fernpass zu vermeiden habe ich mir die Strecke über das Hahntennjoch ausgesucht. Eine gute Wahl. Die halbe Stunde Umweg wird mit einer wie aus dem Ei gepellte Passstrasse belohnt. Akkurat geschnittenes Gras am Wegesrand und tolle Streckenführung. Es ist wenig Verkehr, nur ein paar Biker sind unterwegs. Mit denen kommt man auch schnell ins Gespräch. Eine Frau macht Fotos von meienem Auto für ihren Sohn, der auch einen alten Elfer restauriert und Design Praktikant bei BMW ist.

Bei Silberdistel und belegtem Brötchen mache ich eine Pause, bevor es weiter über den Brenner geht. Dass man in Italien ist, merkt man zunächst an den rostigen Leitplanken und dann an der immer wärmer werdenden Luft. Es geht gefühlt ewig bergab in Richtung Sterzing, Eisacktal, Brixen und Bozen. Ich halte mich weitestgehend an die erlaubten 110 km/h, den die Carabinieri ziehen einige Schnellfahrer aus dem Verkehr. 

Das Ziel ist das Eggental, wo mich blauer Himmel und Dolomitenpanorama erwartet. Am Nachmittag komme ich im Hotel Pfösl in Deutschnofenan. Es liegt am Ortsrand und man hat einen traumhaften Blick in die Berge. Auf dem weiträumigen Gelände steht das Hauptgebäude, welches vor wenigen Jahren komplett renoviert wurde und mit einer Art eckigem Vogelnest umzogen wurde, ein Anbau mit Suiten, eine alte Scheune, ein Kräutergarten, ein Streichelzoo mit Ziegen und Esel und drei puristische Wald Chalets. Alles mit viel Liebe zum Detail und inmitten der Natur.

Traditionen, Regionalität und Nachhaltigkeit werden hier großgeschrieben. Einmal in der Woche wird Brot in einem 300 Jahre alten Steinofen gebacken, Marmeladen und verschiedenen Buttersorten (Mohn mit Honig) werden selbst gemacht. Der Spa-Bereich lässt keine Wünsche offen und das Essen ist fantastisch. Einfach ein toller Ort zum entspannen. Ich bleibe hier zwei Tage…

Sellajoch, Grödnerjoch, Kronplatz, Würzjoch und zurück

Am nächsten Morgen ist wieder Bombenwetter und eine Passfahrt steht an. Los geht es zunächst über die große Dolomitenstrasse zum Karerpass(1745m) und Karersee. Hier wütete im letzten Jahr der Orkan Vaia und hat 8,6 Millionen Festmeter Holz zu Fall gebracht. Auf weiten Flächen liegen noch Bäume quer oder stehen nur noch Stümpfe. Es sieht aus wie in Brasilien nach der Rodung. LKWs sind überall unterwegs und transportieren die Reste ab. 

Radfahrer, Motorräder, Wohnmobile…heute sind alle unterwegs und so geht es im Bummeltempo hoch zum Sellajoch(2218m). So habe ich mehr Zeit, um die grandiose Bergpanorama zu genießen, denn die 3000er sind atemberaubend schön. Zum ersten mal wünsche ich mir ein Cabrio, um einen besseren Ausblick zu haben. Park- oder Halteplätze sind Mangelware und so stelle ich mich mal kurz in eine breite Kurve um ein paar Fotos zu machen. 

Weiter geht’s zum Grödner Joch (2121m), wo mir Teilnehmer der ADAC Europa Classic Rallye begegnen. Über Corvara fahre ich in das Gadertal und schließlich bis nach Olang, wo ich in die Gondel hinauf zum Kronplatz steige. Ich möchte das CORONES Messner Mountain Museum besuchen, welches auf dem Gipfelplateau in 2275 Metern im Jahr 2015 nach zweijähriger Bauzeit errichtete wurde.  Es ist eine von sechs Messner Museen in der Region und soll ein Rückzugs- und Erfahrungsraum als Gegenpol zum Sporthype sein. Ein Museum zum traditionellen Alpinismus. Umgesetzt wurde es von der Architektin Zaha Hadid, die bekannt war für ihre Freiform-Architektur. Sie selbst war übrigens nie hier oben auf dem Berg. Der Bau fügt sich gut in die Umgebung ein. Liegt er doch zum größten Teil unterirdisch. Lediglich der Eingang und drei fingerartige Endstücke blicken aus der Bergsspitze hervor. Ein wenig, als hätten Außerirdische hier etwas vergraben. 

Die Rückfahrt geht über das Würzjoch. Eine Strecke von der mir meine Freundin Claudia immer wieder erzählt hatte. Und das zu Recht. Würzig wie der Name, würde ich sagen! Die Strecke ist super zum Fahren, enge Kehren, steile Anstiege bis zur Passhöhe auf 1982 Metern. Landschaftlich unglaublich schön und kaum befahren. Alle quälen sich auf den Hauptrouten herum und nur ein Tal weiter ist man fast alleine. Nach einem Kaffeestopp im Ütia de Börz mache ich mich an die  Abfahrt auf der anderen Seite nach St.Peter.  Sie ist anspruchsvoller, die Strasse ist sehr schmal und manchmal recht holprig. Auch hier ist kaum Verkehr, trotzdem muss man höllisch auf Entgegenkommende aufpassen.  Da der Tag schon fortgeschritten ist, fahre ich den Rest über die Autobahn zurück zum Hotel, wo ich am frühen Abend ankomme.  So habe ich noch Zeit, eine Runde zu schwimmen und mich in den Whirlpool zu setzen und den Ausblick in die Berge zu genießen, deren Farbe sich fast schon kitschig im Licht des Sonnenuntergangs verändert. Was für ein toller Tag!

Vom Eggental nach Pinzolo

Es ist Donnerstag und ich fahre die Strasse hinunter ins Etschtal. In einer Kehre hat man einen Ausblick auf die Weinberge, welche die Region so sehr prägen. 

In Magreid fahre ich zu einer interessanten Feuerwache, welche tunnelartig in den Berg hinein gebaut wurde.  Nach außen hin zeigt sich das Gebäude nur mit einer schwarzen geknickten Betonwand aus der ein gläserner Vorbau und zwei Portale ragen. Sie dient als Absturzsicherung und dient zugleich als architektonisches Element der Feuerwehr. 

Dann geht’s weiter Richtung Norden über die Weinstrasse. Bei der Cantina Tramin mache ich einen weiteren Halt. Inzwischen gibt es in der Region einige architektonisch interessante Kellereigebäude, die vom neuen Selbstbewusstsein der Südtiroler Winzer zeugen. In Tramin entstehen die berühmten Gewürztraminer. Dem alten Gebäude wurden 2010 zwei markante Anbauten hinzugefügt. Ein Glaskubus beherbergt die Vinothek. Er wird von einer grünen Stahlstruktur ummantelt, deren Form den Trieben der Rebstöcke nachempfunden ist. 

In Kaltern folge ich einer steilen Strasse, die mich zum Mendelpass (1362m) hinaufführen wird. Es herrscht kaum Verkehr, nur die den Teilnehmern der ADAC Rallye begegne ich wieder. Ein gutes Zeichen, scheint die Strasse doch wieder ein Highlight zu sein! Der Blick ist grandios, leider gibt es keinerlei Haltemöglichkeiten und so wird dieser Streckenabschnitt nicht auf Film verewigt werden können. Am Gipfel komme ich in Belvedere an. Es hat die besten Jahre hinter sich, ist teilweise etwas heruntergekommen, was durchaus seinen Charme hat. Trotzdem verliere ich hier wenig Zeit, schaue nur mal nach dem Ölstand. Der ist ok. Also Klappe zu und weiter…

Die Strasse hinab nach Cles schlängelt sich durch endlose Apfelplantagen. Das ganze Tal ist voll. Im Dorf angekommen mache ich Mittagspause in der Dorfpizzeria, um mich ausreichend für die Weiterfahrt zu stärken. Die führt ins Val de Sol und weiter am Campo Carlo Magno Pass vorbei nach Madonna di Campiglio. Die Strecke ist gut ausgebaut und man kann es fliegen lassen. Der Ort selber ist eher im Winter aktiv, im Sommer ist es etwas trostlos und an den Appartmenthäuser ist der Glamour vergangener Tage auch schon abgefallen. 

Mein Hotel für diesen Tag ist in Pinzolo. Es ist das Lefay Resort  & SPA Dolomiti, welches erst vor gut vier Wochen eröffnet hat. Ganz neu also. Riecht es noch nach Farbe? Nein! Nach turbulenten Tagen im August (wie mir berichtet wurde) ist nun Nebensaison und fast nichts los. Eine Angestellte führt mich durch die Anlage und aufs Zimmer. Man kann sich leicht verlaufen. Die 88 Suiten sind vom Hauptgebäude getrennt und nur mit einem separaten Aufzug zu erreichen. Dieses ist ein vierstöckiger Glasbau, in welchem die Bar, das Restaurant, der 5000m2 Spa Bereich und das Schwimmbad mit Aussenpool untergebracht sind. Und weil ich noch genug Zeit habe, schaue ich mir den jetzt in Ruhe an. Verschiedene Saunen, Dampfbäder und Ruheräume. Die wenigen Gäste verteilen sich spielend. Nach 19h ist gar nichts mehr los und ich gehe nochmal eine Runde schwimmen. Ich weiß nicht, was die hier ins Becken getan haben (oder eben nicht), aber ich habe noch nie ein so „leckeres“ Wasser erlebt. Man würde es trinken wollen, wenn es nicht so warm wäre und in den Augen brennt es auch nicht. Ich paddele noch eine ganze Weile umher, bis der Hunger mich zum Abendessen treibt. 

Freitag. Regen. Auf nach Kals

Es regnet wie aus Kübeln. Das Wetter hat umgeschlagen und die Vorhersagen haben sich nun bestätigt. Ich bleibe noch im Hotel solange es geht. Gegen halb zwölf  breche ich auf. Tagesziel ist Kals am Großglockner, wo ich mich mit Lorenz treffen möchte, um das Wochenende gemeinsam zu fahren. Aber die 260 Kilometer wollen zurückgelegt werden. Ich suche mir also den schnellsten Weg und der führt erstmal Richtung Trento, dann über die Autobahn Richtung Norden. Es ist Ferienende und so füllt sich die Strassen immer weiter mit meist deutschen Urlaubern. Ich biege ab ins Pustertal, wo mir der Verkehr glücklicherweise auf der Gegenfahrbahn entgegenrollt. Als ich schließlich ins Antholzer Tal abbiege, bin ich mal wieder ganz alleine unterwegs. Ich will über den Staller Sattel(2052m), die Grenze von Italien nach Österreich. Da die Anfahrt über eine sehr steile und vor allem schmale Strasse erfolgt, regelt hier eine Ampel den Verkehr. Man darf nur 15 Minuten pro Stunde einbahnstrassig hochfahren. Sonst heißt es Warten. Vormehr steht nur ein Auto. Ein Mietwagen mit zwei chinesischen Touristen drin. Ich frage also höflich, ob ich mir vor sie stellen darf, um dann bei grün gleich loszufahren und nicht hinterher bummeln  muss. Überholen ist hier unmöglich. Sie lassen mich gerne vor. 

Nach einer halben Stunde Warten kann ich fahren. Ein Motorradfahrer wollte schlau sein und meint, sich noch schnell vordrängeln zu müssen, lässt mich aber wenig später entnervt vorbei, da er einfach zu lahm ist und die Strasse etwas zu glatt für seinen Bock.  Nach fünf Minuten war ich oben. Die Abfahrt ist weitaus gemütlicher und länger. Im weiten Tal gibt es einen See und die Kühe grasen am Wegesrand. Würde es nicht regnen, man könnte glatt mal halten und sich ne Runde ins Gras legen. Am Nachmittag komme ich in Kals an. 

Wir wohnen im Gradonna Mountain Resort, wo wir schon 2015 mit der Kiska CrossRoads Rallye und auch 2017 zur „Alpenfahrt 1.0“ Stopp gemacht hatten. Das Hotel ist fantastisch, bietet Platz für 500 Gäste, die in 40 Chalets 117 Zimmern und 12 Suiten untergebracht sind.  Es ist kein Klotz, sondern bettet sich in die Topografie und Vegetation ein. Die Fassade ist teilweise mit Lärchenholz Schindeln verkleidet, ein gläserner Turm ragt aus der Mitte hervor. Die 3000m2 große Wellness-, Bade- und Saunalandschaft mit vier Pools lässt keine Wünsche offen. Lorenz kommt erst am Abend, und so lasse ich mich alleine durchblubbern. Ab 19h gehen alle (wirklich alle!!!) Gäste aufs Zimmer oder zum Essen oder sonst wohin und ich bin mal wieder alleine mit mir und der Welt, bzw dem aufziehenden Nebel. Schlechtes Wetter kann so schön sein.

Grossglockner Hochalpenstrasse

10 Uhr, Regen. Hmmm, was tun? Wir fahren trotzdem in Richtung Großglockner. Zeitweise reißt es etwas auf, aber nur für kurze Zeit. Am Gipfel auf 2504 Metern ist es nebelig und 2 Grad Plus. Es schneit. Es ist zum Heulen. Hier, wo sich Österreichs höchster Berg hingesetzt hat, das Panorama seinesgleichen sucht und sonst tausende Touristen mit uns stehen würden, sind wir alleine und haben null Sicht. Wir verschieben unsere Hoffnungen auf Sonnenschein auf den Nachmittag, denn wir wollen ja dieselbe Strecke wieder zurückfahren.

Mittagsziel ist Zell am See. Hier wohnen die Porsches und die Piechs, alles scheint in ihrer Hand. Auch das Designbüro von F.A. Porsche ist hier und wir fahren kurz vorbei.  Danach besuchen wir Achim Storz mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. In den 80er Jahren gründete er hier sein Designstudio. Ich habe ihn bei einem Praktikum 1995 kennengelernt und er hatte mich nach meiner Selbstständigkeit wieder zu einigen Projekten ins Team geholt. Das ist aber schon ein paar Jahre her und ich freue mich, nun mal wieder hier zu sein. 

Er führt uns zu einem ganz besonderem Restaurant. Das Speisenmeisterei im über 1000 Jahre alten Lohningerhof.  Eine Mischung aus Feinkostladen, Vinothek und Kochschule. Modern meets Tradition. Man sucht sich Fisch oder Fleisch allerbester Qualität an der Vitrine aus und bekommt es nach Wunsch zubereitet. Booooaaah , ist das lecker!  Und so sitzen wir eine ganze Weile am Tisch und plaudern über Autos, Design, die Welt von gestern und morgen. Und vor allem über die Menschen, die sie geformt haben und formen werden. Anekdoten zum Lachen und zum Heulen. Über das Leben halt. 

Am Nachmittag fahren wir zurück. Das Wetter ist nicht besser geworden und so stochern wir wieder im Nebel, fahren bis ganz rauf zur Edelweißspitze(2571m), drehen auf dem leeren Parkplatz ein paar Donuts, machen noch einen Abstecher zur Kaiser-Franz-Josefs Höheund schauen kurz auf die vom Klimawandel dahingeraffte Pasterze, die zu Sisis Zeiten wohl noch von der Postkutsche aus zu begehen war. Nun liegt der Gletscher schwarz vom Dreck kilometerweit entfernt. 

Ab nach Hause…

Der Rest ist schnell erzählt. Auch am Sonntag regnet es und so verbieten wir uns eine ausgedehnte Tour und fahren direkt nach München, wo wir uns einen netten Abend mit Freunden machen. Am Montag geht es dann zurück nach Mainz, damit ich am Dienstag früh morgens auf der IAA stehen und mir die neuesten Schönfärbereine der Autoindustrie anhören kann. Den Artikel gibt es hier.

IAA Frankfurt 2019

Es ist diesig am Morgen des ersten Pressetages der IAA und die Frankfurter Skyline verschwindet in den Wolken. Ein passendes Bild für die Stimmung der Automobilindustrie- denke ich so- mit Vollgas und elektrisch in die Nebelwand. Ob das gut geht?

Im Vorfeld war ja schon zu hören, dass einige Hersteller nicht auf der Messe vertreten sein werden. Was das bedeutet, sieht man gleich beim Betreten der Halle 11, die direkt am Haupteingang liegt. Wo sich sonst BWM alleine breit machte, teilt man nun den Platz Opel, Hyundai, Jaguar und Landrover. Nunja, wie ganz früher halt, bevor der Gigantismus Einzug gehalten hat…

BMW 

BMW macht den Anfang der Pressekonferenzen und verkündet den Fahrplan für die nächsten Jahre. M-Next, I-Next oder Wasserstoff sollen gegen den Klimawandel anstinken. 12 neue Elektromodelle in den kommenden Jahren. Und ein „Concept 4“ gibt es gratis noch dazu. Die Baureihe soll künftig eigenständiger wahrgenommen werden und wird mit einem riesigen, vertikalen Nierengrill und Scheinwerfern ohne Abdeckglas bestückt. 

Mercedes-Benz

Ich laufe quer über das Gelände zur Halle von Mercedes-Benz und bin auch hier überrascht wie sich der normalerweise über mehrere Etagen ausbreitende Messestand darstellt. Man sieht und nutzt tatsächlich Teile der eigentlich wunderschönen Festhalle. Die Ränge werden für die Zuschauer freigegeben, die so einen perfekten Blick auf das Geschehen auf der Bühne haben.  Auch hier wird stolz von der elektrischen Zukunft geschwärmt. Ein eCascadia Truck trägt das Equivalent von 1 Millionen Smartphone Batterien im Bauch. Hmmmm. Für einen Moment fehlen mir die Worte.  

Die S-Klasse wird als Speerspitze der Innovation des Automobilsbaus bezeichnet, das Conzept-Fahrzeug Vision EQS  soll den modernen Luxus neu definieren. Natürlich nachhaltig und vollelektrisch. „One Bow-Design“ soll der neueste Schrei sein, gespickt mit umlaufendem Leuchtband, holografischen Linsen und leuchtenden Mini- Sternen. Das Problem dabei ist, dass es aussieht wie eine Wurst mit Licht. 

Neu ist auch noch das GLE Coupe und der GLB. Das weiterhin wachsende SUV Segment wird so brav bedient und lässt den Aktivisten von Greenpeace – die draußen vor der Messehalle einen riesigen schwarzen CO2 Ballon aufgeblasen haben- vor Wut den Schaum aus den Mund treten.  Die Angst, dass es einer auf das Gelände schaffen würde, um den automobilen Weltfrieden zu stören, war deutlich zu spüren (und auch mehrmals zu hören).

Weiter geht’s in die VW Halle. „Ach Gott, was ist den hier los!“ schießt es mir durch den Kopf. Die Gänge sind ja breiter als die Stände. Und der graue Teppich wirft auch schon Falten! Wenn das der alte Piëch noch erlebt hätte… 

Volkswagen Konzern

Große Versprechen bei VW von der CO2 Nachhaltigkeit bis 2030, von der Fürsorge in Zeiten des Klimawandels für Mobilität zu sorgen und dem Ziel der emissionsfreien Fortbewegung schwärmt Vorstandsmitglied Ralf Brandstätter mit unerträglich übertriebenem Tonfall. Seine Botschaft kommt mir wie ein noch ungeschriebenes Kapitel vom Baron Münchhausen vor. Mit dem ID.3 habe man vor vier Jahren die richtigen Weichen gestellt und nun schließlich auch ein neues Logo, welches so dünn und altbacken daherkommt, dass ich es kaum glauben kann. Das klebte schon auf dem Bulli Bus von 1950.

Der Elektrowagen ist sicher eines der meist beachtestesten Fahrzeuge der IAA, kommt im nächsten Jahr mit einer Reichweite von 330-550 Kilometern zum Preis von knapp 30000 Euro auf den Markt. Bis 2028 will der Konzern fast 70 neue Elektroautos anbieten. Mal sehen.

Bei Audi nebendran startet man mit einem coolen Spruch: „Der Unterschied zwischen Kunden und Fans? Kunden geben uns das Geld, Fans das Herz.“ Soweit wäre das geklärt. Bram Schot sitzt auf einem Hocker, gibt sich leger und kündigt auch eine Vielzahl von Elektroautos an. Wohin ich blicke und höre, ist es immer dieselbe Botschaft. ALLE Hersteller wollen dasselbe. Endlos viele Elektroautos um die Welt zu retten und sich aus der Kritik zu stehlen. Das Feigenblatt ist so groß wie Rhabarber und in der Zwischenzeit werden die fetten SUVs verkloppt um noch mal schnell Kasse zu machen. 

Am Rande kommt noch ein neues Concept Car auf die Bühne. Der AI-Trail ist das vierte Mitglied einer Familie von Elektrostudien, die alle nie das Licht der Welt erblicken werden, aber als Inspiration für die Marke dienen könnten. Eine Art Mondauto, wie es Renault schon vor 27 Jahren als Rocoon zeigte und mit welchem man nun umweltfreundlich in die Wüste, in den Urwald oder sonst wohin fahren könnte. Überall dorthin, wo es garantiert keine Ladestaion gibt. Lichtdronen weisen einem den Weg. Wohin? Wer weiß das schon. 

Bei Porsche hat das Warten auf den Taycan ein Ende. Ganz so knackig und schlank wie die Studie Mission E ist er leider nicht geworden. Aber dafür scheint er ziemlich ausgereift und alltagstauglich. Wir werden ihn mal Probe fahren.

Und sonst? Bei SEAT erweitert man sich um die Marke Cupra, der Name der  sonst getunte Ibizas oder Leons schmückte, wird nun als Tascavan SUV Coupe die „Vision eine rein elektrischen Sportwagens wahr werden lassen“.  Also, mir wäre da was anderes eingefallen als so ein Hyundai Abklatsch. 

Es gibt auch Gutes zu berichten…

Apropos Hyundai: Hier steht ein echter optischer Leckerbissen. Das Concept 45 (natürlich auch elektrisch) soll an Giugiaros Pony Coupe Studie von vor 45 Jahren erinnern, was ich etwas an den Haaren herbeigezogen finde. Dennoch ist das Ergebnis unglaublich frisch und von verblüffender Einfachheit gezeichnet. Scharfe Kanten bilden Facetten wie bei einem Diamanten und sollen die Form künftiger EVs prägen. 

Ähnlich schnörkellos und sympathisch ist der Mini Stromer Honda e. Er wurde uns über die letzten Jahre in Form von Konzepten angekündigt und es gibt ihn nun zum Preis von 33850 Euro zu kaufen. Kameras und Monitore im Innenraum als Rückspiegelersatz inklusive. 

Und die Chinesen?

Ja, die sind auch da. Byton stellt sein Serienmodell M-Byte vor,  das 2021 auch nach Europa kommen könnte. Das SUV (klar, was sonst!), protzt mit einem 122cm breiten Display im Innenraum. Wie daheim bei Bier und Fussball.

WEY ( oder why?) steht schräg gegenüber und will die größte Luxus-SUV Marke der Welt werden. Bislang verkauft die Premium Tochter des Great Wall-Konzerns 300000 Fahrzeuge im Jahr und will in zwei Jahren nach Europa kommen.

HongQi bedeutet rote Flagge und ist Chinas ältester Autohersteller. Bis 1981 hat er ausschließlich Fahrzeuge für Regierungsvertreter gebaut und kommt nun mit einem 1400PS Supersportwagen und einem grauenhaften, riesiges Monster SUV mit leuchtenden Felgen nach Frankfurt. Ein Bentley Bentayga wirkt geradezu zierlich. 

Erwähnenswert ist auf jeden Fall der neue Land Rover Defender. Der von 1948 bis 2016 nahezu unverändert gebaute Geländewagen bekommt nun einen Nachfolger, der auch die Crashtest Normen erfüllt. Keine leichte Aufgabe, zählt er doch zu den wenigen wirklichen Ikonen des Autobaus. 

Und sonst? Im Kleinsegment gibt es einen neuen Opel Corsa, bei Hyundai den i10, den Mini E, ein Smart Facelift und bei Ford den hochbeinigen Fiesta-Ableger Puma. Die Premiere des Golf 8 wurde kurzerhand zugunsten des ID.3 verschoben. 

Nach der Absage von Fiat, Jeep, Alfa, Mazda, Volvo, Nissan, Renault, Toyota, Peugeot, Citroen, DS, Subaru, Suzuki, Mitsubishi, Dacia, Chevrolet, Cadillac, Rolls- Royce, Bentley, Aston Martin und Infiniti scheint die Messe in ihrer bisherigen Form am Ende. Manche Hallen stehen leer oder wurden mit Oldtimern gefüllt.

„Driving Tomorrow“ ist der Slogan der IAA in diesem Jahr. Neben den Autos können die Besucher sich auf jede Menge Talks, Konferenzen, Storys und Debatten zu zukunftsrelevanten Themen freuen. Künstliche Intelligenz, Infotainment, Klimawandel, Smart Citys, Sharing Economy. Vielleicht ist das die Zukunft. Mehr Dialog als Monolog.

ONASSIS800 – Streetart. Motorsport. Revival.

Zum fünften Mal nun gibt es schon den „Tunnelrun“, der dieses Jahr mit dem neuen Titel „ONASSIS800 – Streetart. Motorsport. Revival.“ daherkommt. Neuer Slogan, bewährtes Konzept.  Tom Gädtke von Onassis ist der Macher, der mit seinen Kumpels ein etwas anderes Porsche Treffen auf die Beine stellt. Geile Autos, nette Leute in einer ungewöhnlichen Location. Und jedes Jahr wird es größer! Vor zwei Jahren traf man sich in einem Steinbruch, letztes Jahr ging es nach Amsterdam und dieses Jahr? Bis zum Schluß ist der Ort geheim. Damit steigt die Spannung und die Organisation fällt leichter, weil keiner zu früh aufkreuzen kann. Alles unter Kontrolle also. 


Am Abend vorher haben ein Teil der Teilnehmer ja schon mal beim CREWS POPUP vorgefeiert. Nun aber kommen alle! Der einige Tage zuvor angekündigte Treffpunkt liegt an einem Steinbruch nahe Hagen. Ab 15 Uhr bildet sich eine lange Schlange von Porsche aus ganz Europa. Dänemark, Belgien Holland, England… Es ist staubig und auch ganz schön heiß. Der Sommer zeigt sich nochmal von der allerbesten Sorte. In Grüppchen werden die Teilnehmer vorgelassen und bekommen ein Kärtchen in die Hand gedrückt: „Stay in your car. Take this note. Enter the adress to your cellphone. Find your way to the secret place of ONASSIS800“ 

Das Ziel liegt knappe 10 Kilometer entfernt und die Fahrt geht durch eine enge Straße durch den Wald und über ein paar Käffer bis hin zu einer idyllisch in einem bewaldeten Tal gelegene Kartbahn. Here we are! Wir fahren eine Runde über die Strecke und parken am Rand hinter all den anderen. An die hundert Autos sind schon da. Die Bahn ist 800 Meter lang und sie gibt somit den Titel des Events. Am Ende sollten hier an die 300 Autos stehen. Wahnsinn!

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Auf dem Gelände ist einfach an jeder Ecke was los. Es gibt Popcorn, einen Helmwettbewerb, einen Art Market mit Fotografien, Zeichnungen, T-Shirts, Pins und allerlei anderem Interessanten rund um das Festival. Am Abend spielt eine Band, es gibt Dosenbier aus dem Container und Flieschiges vom Grill. 

Um halb elf sollte eigentlich alles vorbei sein, aber statt gemütlichem Ausklingen bricht ein heftiger Platzregen über die noch anwesenden Besucher herein. Einige können nicht mal ihre Cabrios zumachen und die Band rettet gerade noch ihr Equipment. Das war dann der endgültige Schlusspfiff und nachdem die Schauerwolke sich entleert hatte, fuhren alle glücklich und zufrieden nach Hause. So war das beim Onassis800. Mal sehen, was nächstes Mal so alles geboten wird…

Fotos: Susana de Val & Markus Haub

CREWSN POPUP Pre800

Seit vielen Monaten schon kündigte sich ganz was Dickes an im Kohlenpott. Das große Onassis800 Porschetreffen. Nun war es endlich soweit, der 31.August rückte näher. Und weil viele der Teilnehmer aus aller Herren Länder anreisen würden und auch gleich das ganze Wochenende bleiben wollten, stellte Moritz (@flat6high5) kurzfristig ein CREWSN POPUP in Wuppertal auf die Beine. Zum geschmeidigen Vorglühen schonmal. Kennenlernen, Autos quatschen, Bier trinken… geil!

Um 19h ging es los, die Bar war aufgebaut und die ersten Teilnehmer rollten auf den Schotterparkplatz hinter dem riesigen Gaskessel, in welchem bis 1997 60.000 Kubikmeter Ferngas gespeichert wurden. Vor einigen Jahren wurde er umgebaut und beherbergt nun ein Fitness Studio, Ausstellungen und ein Restaurant in Erdgeschoss, welches die hungrigen Mäuler mit Pizza versorgte.  Manche rollten gleich in ganzen Gruppen an, aus aus Hamburg, Dänemark oder England. Kein Weg war zu weit. Nicht nur luftgekühlt und auch nicht nur Porsche. Eine bunte Mischung gab schon mal einen Vorgeschmack auf den folgenden Tag.  

Einen schönen Blick auf das Spektakel hatte man vom Dach des Turmes. Ein „Skywalk“ in 70 Meter Höhe führt einmal rund  und belohnt mit einer Aussicht in den Sonnenuntergang und auf die Porsche Fans…

Sunset Drive #3

Vor zwei Wochen fand nun der dritte Sunset Drive statt. Diesmal ohne mich, aber mein Bruder hatte die Organisation übernommen. Hier sein Bericht mit Fotos von Carola Schmitt. Danke!!!

Also diesmal ich, da mein Bruder Markus zur Zeit in der spanischen Sonne weilt. Die Idee zu einer 3. Ausfahrt unter dem Motto SUNSET DRIVE lag ja auf der Hand. Konkret wurde sie beim sonntäglichen Besuch des Eltviller Weinstandes…da standen Oldies und andere Fahrer erholten sich mit einem Gals Wein von einer schönen Rheingau-Fahrt. Die Route war daher schnell überlegt, da ich diverse Streckenabschnitte im Rheingau schon oft gefahren bin, jedoch meist Sonntags (viel Bummel-Verkehr) und nicht an einem Stück kombiniert. Also: Treffpunkt „Zum Kapellchen“ in Frauenstein, nach kurzem „Snack“, Verteilung von Routenplan und Walkie Talkies ging es für die 14 911er (alles luftgekühlte) sowie ein 356 los: die kleine Landstraße nach Georgenborn im Wald nach oben diente dem Aufwärmen des Motoröls. Dann runter nach Martinsthal  und Gruß an die drei Blitzer nach Hattenheim, wo wir auf eine sehr (!) kleinen, gepflasterten und schlagloch-übersähten Dorfstraße über den Bahnübergang in Richtung Kloster Eberbach fuhren – oben wurde es besser. Sorry an die Tiefergelgten, aber die Strasse hatte ich anders in Erinnerung! Dann die Klassiker-Strecke von Kiedrich, über die ersten Serpentinen nach Hausen vor der Höhe (herrlicher Blick über den Taunus) und runter ins Wispertal, über Obergladbach, Niedergladbach und Geroldstein. Sehr kurvig, was unsere inzwischen unverzichtbare Fotografin Carola Schmitt (an dieser Stelle: gaaanz lieben Dank!!) in ihrer Magengrube zu spüren bekam. Da außer einer Harley mit gefährlich breiten Fußrasten keiner voran fuhr, konnten man die Rösser zwischen den engen Kehren und den geraden Passagen mal traben lassen. Gegen Ende das fahrerische Highlight: die ehemalige Bergrenn-Strecke Presberg. Frisch asphaltiert, immer noch herrlich zu fahren, zwei tolle 180 Grade Kehren und Ecken, und alles steil bergauf. Oben angekommen sollte die Meute erst mal rechts im Feldweg zum Stehen kommen. Nicht zum Abkühlen, sondern um den ersten Sunset-Point zu genießen (den hatte ich provisoriosch eingeplant, falls es mit der Zeit eng wird). Da die Sonne noch recht hoch stand, und außer ein bisschen Ölqualm aus meinem linken hinteren Kotflügel (mein Ross musste wohl besonders hart ran) keine Ausfallerscheinungen zu vermelden waren, ging es weiter zum eigentlichen Sunset-Point: eine Wiese hinter den Hallen des Weingutes Schloss Johannisberg. Der schöne Parkplatz direkt vor dem Schloss war leider wegen einer Veranstaltung belegt. Also wurde brav in Reihe vor der herrlichen Mauer geparkt und…. 5 Minuten blieben für das fast schon skurrile Ritual des: Austeigen – Handy an – Bild von Auto – Bild von Sonnenuntergang. In der Dämmerung genossen wir noch einen Blick von der Vorderseite des Schloss Johannisberg mit gigantischer Fernsicht nach Rheinhessen. Vor allem war das Erlebnis des „Alle-guten-Dinge-sind-drei“ Rheingau SUNSET DRIVE aber wieder dem genialen Wetter zu verdanken, der Tag war der einzige schöne der Woche. So, jetzt haben die Haub-Brüder mal genug, andere sollen auch mal Ihre Routen-Geheimtips und Schmankerl vorstellen. Danke an alle Teilnehmer und vor allem den Neuen !