Im Sommer 1990 fand im Forte Belvedere in Florenz die Ausstellung “L’Idea Ferrari” statt. Ich war damals auf Oberstufenfahrt in der Toskana und hatte mich einen Nachmittag vom Rest der Gruppe abgeseilt, der wahrscheinlich durch die Uffizien marschieren musste. Ich frönte anderen Kunstobjekten! FERRARI.
Bereits 1987 wurden in der von der Fontation Cartier in Paris organisierten Ausstellung “Hommage a Ferrari” Automobile in einer nie zuvor gesehenen Art präsentiert. Die Designerin Andrée Putman hatte damals die Idee, sie wie aus Kinderträumen über Nacht mit Fallschirmen und Ballons im Park der Domaine du Montcel in Jouy-en-Josas landen zu lassen und schuf damit Bilder für die Ewigkeit, die den Mythos Ferrari bis heute prägen.
Die Ausstellung in Florenz war nun quasi die Fortsetzung. In gigantischen Glaskuben, die im Park der Festung hoch über der Stadt aufgestellt waren, standen die Meilensteine der Marke: ein Ferrari 250 GTO von 1964, 250LM, Daytona, 166 Mille Miglia, 250 Testa Rossa oder Prototypen zum Berlinetta Boxer oder der gelbe Berlinetta Dino Competizione von 1967… Dazu standen skulpturengleich einige Holzmodelle, die ursprünglich zur Herstellung der Blechteile gedient haben und nun der Witterung ausgesetzt waren. Teile von Motorblöcken aus Aluminium wurden auf Säulen gestellt. Im Inneren des Gebäudes der F40, das damalige Nonplusultra. Auch einige Formel 1 Modelle, technische Zeichnungen und Tonmodelle, die die Entwicklung aufzeigen.

Es war die Zeit zwei Jahre nach Enzo Ferraris Tod, in welcher die Preise für die Fahrzeuge mit seinem Namen Höchststände erreichten. Der Wert eines 250 GTO betrug über 20 Mio Dollar!! Auch gab es noch kein Ferrari Museum, und das Werkstor in Maranello musste den Fans als Pilger- und Kultstätte genügen. Da hat sich ja so einiges geändert…
Die Ausstellung wurde auch in erweiterter Form 1994 in der Nationalgalerie in Berlin gezeigt.















